Siemens fährt Kurzarbeit zurück

14.03.2010 von Christine Rosenboom

Der Siemens-Konzern hat den Umfang der Kurzarbeit reduziert. “Aktuell haben wir rund 4.000 Beschäftigte in Kurzarbeit”, sagte Personalvorstand Siegfried Russwurm dem Tagesspiegel. Bei Osram sei die Kurzarbeit schon beendet worden. Betroffen seien vor allem noch der Maschinenbau und industrielle Dienstleistungen. Zuletzt seien die Zahlen “stetig gesunken“, auf dem Höhepunkt habe es im Konzern 19.000 Kurzarbeiter gegeben, so Russwurm weiter.

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Nach Konflikt in Frankreich: Sozialplan abgeschlossen

14.03.2010 von Christine Rosenboom

Nach den Auseinandersetzungen in Frankreich um die geplante Schließung des Siemens-Werks Saint-Chamond bei Lyon hat Siemens nun einen Sozialplan abgeschlossen. Man habe sich auf die Anzahl der zu erhaltenden Arbeitsplätze und einen finanziellen Ausgleich geeinigt, sagte ein Siemens-Sprecher am Freitagnachmittag. Von den etwa 600 Arbeitsplätzen in den beiden französischen Werken Montbrison und Saint-Chamond, die zusammengelegt werden sollen, werden 380 Stellen am Standort Montbrison erhalten bleiben.

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Durch Taten überzeugen oder

14.03.2010 von Christine Rosenboom

… was man alles hätte machen können, wenn man gewollt hätte.

Bereits am 3.11.2009 wurde der Betriebsrat – einen Tag nach dem Wirtschaftsausschuss – davon unterrichtet, dass NSN plane, den Konzern komplett umzuorganisieren und einen Personalabbau um 7 bis 9 Prozent durchzuführen. Bei 64.000 Mitarbeitern entspricht dies einem weltweiten Personalabbau um 4480 bis 5760 Mitarbeiter. Weiterhin machte NSN von Anfang an deutlich, dass der größte Teil dieses Personalabbaus in Finnland und Deutschland stattfinden soll.

Eine Umorganisation, verbunden mit einem geplanten Stellenabbau, der ein solches Ausmaß annehmen soll, ist eine Betriebsänderung nach § 111 BetrVG. Dies ist eindeutig und unbestritten. Damit hätte der Betriebsrat ein umfassendes Informations- und Beratungsrecht gehabt und dieses in den vergangenen viereinhalb Monaten nutzen können.

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„Lass uns Abschied nehmen mit lächelndem Gesicht“

14.03.2010 von Inken Wanzek / Christine Rosenboom

Das Lied der Kurzarbeiter

Anlässlich der Geburtstagsfeier des Vorstandsvorsitzenden der IG Metall, Berthold Huber, im Kanzleramt, den Gästen zu Ehren präsentiert Ihnen das Ensemble „Arbeitnehmer“ das in ganz Deutschland bekannte Singspiel über Kurzarbeit, um die uns alle europäischen Nachbarn beneiden.

Uraufgeführt wurde das Stück 1930 unter dem Titel: „Lass uns Abschied nehmen mit lächelndem Gesicht“ aus dem Singspiel „Im weißem Rössel“, komponiert von Ralph Benatzky.

Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen!

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IGM-Chef Huber feiert Geburtstag im Kanzleramt

13.03.2010 von Inken Wanzek

Bundeskanzlerin Angela Merkel gibt am 17. März ein Geburtstagsessen für den IG Metall Vorsitzenden Berthold Huber und seine Frau. Huber war am 15. Februar 60 Jahre alt geworden.

Geburtstagsfeiern im Kanzleramt sind also in, erst Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann, jetzt Bertold Huber von der IG Metall. Aus Regierungskreisen heißt es, es sei nicht ungewöhnlich, dass die Bundeskanzlerin Anlässe wie einen runden Geburtstag nutze, “um Persönlichkeiten zu würdigen und um mit den gesellschaftlichen Gruppen im Gespräch zu bleiben”.

Den Steuerzahler freut es. Schließlich darf er jedes Mal die Party bezahlen.

Weitere Gäste sind:

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Arbeitnehmer haftet nicht

13.03.2010 von Inken Wanzek

Die Berliner Kollegen treibt eine Sorge um. „Was ist, wenn sich irgendwann herausstellen sollte, dass die Voraussetzungen für Kurzarbeit nicht erfüllt sind. Hafte ich dann als Arbeitnehmer?

Um es kurz zu sagen: Der Arbeitnehmer haftet nicht. Er muss in diesem Fall auch nichts an die Agentur für Arbeit zurückzahlen.

Weiter wurden wir gefragt:

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Verhandlungen und Stimmung in der Belegschaft

12.03.2010 von Inken Wanzek

In München und Berlin und vermutlich auch in den anderen betroffenen Standorten wird zurzeit die Betriebsvereinbarung zur Kurzarbeit verhandelt.

Berlin

Der Berliner Betriebsrat stellte auf der letzten Betriebsversammlung sein Konzept der Belegschaft vor. Zwei Schwerpunkte sind hier zu erkennen.

Die Einführung der Kurzarbeit soll dazu genutzt werden, eine Strukturanalyse am Standort durchzuführen und zu ermitteln welche Kompetenzen NSN in Berlin in Zukunft braucht. In diesem Zusammenhang sollen neue Projekte für den Standort Berlin identifiziert und Zukunftsthemen festgelegt werden, mit dem Ziel die Arbeitsplätze in Berlin zu erhalten. Aufbauend auf dieser Analyse soll ein gemeinsames Qualifizierungskonzept erstellt werden. Neben der Festlegung von internen und externen Schulungen sollen die Mitarbeiter in neue Projekte eingeführt werden. Dazu fordert der Betriebsrat Berlin ein Budget für die Qualifizierungsmaßnahmen.

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Betriebsversammlungen in Mch M und Berlin – Kurzarbeit

10.03.2010 von Inken Wanzek

An den NSN-Standorten in Berlin (8.3.2010) und in München (10.3.2010) fanden Betriebsversammlungen mit dem Schwerpunkt Kurzarbeit bei NSN in Deutschland statt.

Vorab ist zu sagen, dass in Berlin das Thema Kurzarbeit größeren Raum einnahm. In München nahm fast ausschließlich die Betriebsleitung zu diesem Thema Stellung.

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Analyse: Kurzarbeit und Positionen

10.03.2010 von Inken Wanzek

In einer E-Mail von Lydia Sommer und Olaf Horsthemke vom 4.3.2010, die an alle NSN-Mitarbeiter in Deutschland ging, heißt: „Wir erwarten, dass vorerst rund 600 Positionen in Deutschland von Kurzarbeit betroffen sein werden.“ Das Betreff der Mail war: „Erste Ergebnisse der globalen Personalbestandsprüfung – Deutschland plant Einsatz von Kurzarbeit.“ Die Zahl 600, die bereits in der Presse steht, ist also ein Ergebnis einer NSN überspannenden Personalstandprüfung und keine lokale Entscheidung.

Aber, so fragt sich der aufmerksame Leser, warum wird hier von „Positionen“ gesprochen und nicht von Mitarbeitern, was im Zusammenhang mit Kurzarbeit nur natürlich wäre. Gestern nun erreichte uns die Nachricht, dass in der Betriebsversammlung in Berlin zum Thema Kurzarbeit auf einer der Folien, die Horsthemke dort zeigte, dieser Fakt deutlich hervorgehoben wurde. Dort stünde, so hieß es: „600 Positionen (Funktionen) – nicht MA!“.

Daraus würde folgen: 600 Positionen sind nicht mit Mitarbeitern gleichzusetzen, sondern mit Funktionen in den Betrieben. Was aber könnte das bedeuten?

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Psychische Erkrankungen steigen an

09.03.2010 von Inken Wanzek

„Jeder zweite fühlt sich von Schlafstörungen betroffen“, sagte DAK-Chef Herbert Rebscher. Besonderer Stress und Grübeleien in der Nacht sind die häufigsten Auslöser. Das geht aus dem Gesundheitsreport 2010 der Krankenkasse DAK vor, den diese in Berlin vorstellte. Im Auftrag der DAK wurden 3000 Erwerbstätige zwischen 35 und 65 Jahren befragt.

Rund 28 Prozent der Befragten leiden manchmal unter Schlafstörungen, 21 Prozent häufiger. Insgesamt hat jeder zehnte Arbeitnehmer schwere Störungen, schläft mindestens dreimal pro Woche schlecht und quält sich fast immer stark übermüdet durch den Tag. Insgesamt leiden rund vier Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland unter schweren Schlafstörungen. Ursache dafür sind hauptsächlich Leistungsdruck und die Angst um den Arbeitsplatz. Die andauernde Wirtschaftskrise dürfte die Situation noch weiter verschärfen.

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