Frauen fordern Quotenregelung im Aufsichtsrat

19.02.2009 von Inken Wanzek

“Eine Quotenregelung, damit Frauen auch in der Wirtschaft in den höheren Etagen besser vertreten sind, das ist schon sehr lange mein Wunsch. “, schrieb eine Frau und machte mit bei der “Initiative der Nürnberger Frauen“.

Vorbild für die Initiative der Nürnberger Frauen ist, wie so häufig, Norwegen. Hier ist im Aktiengesetz festgelegt, dass die Aufsichtsräte der in Norwegen ansässigen Aktiengesellschaften  mindestens zu 40 Prozent jeweils mit Frauen und Männern besetzt sein müssen (siehe auch Artikel “Das Norwegische Modell“).

Die Initiative der Nürnberger Frauen fordert in einer Resolution analog zum norwegischen Modell:

  • im Aktiengesetz festzulegen, dass die Aufsichtsräte deutscher
    Aktiengesellschaften bis zum Jahr 2013 mindestens zu 40 % jeweils mit Frauen und Männern besetzt sein müssen.
  • die Definition von Qualifikationsstandards für männliche und weibliche Aufsichtsratsmitglieder und die entsprechende gesetzliche Verankerung
  • den Aufbau und die Weiterentwicklung einer zentralen Datenbank, in die sich alle potentiellen Aufsichtsratsmitglieder eintragen können
  • ein Gleichstellungsgesetz für die Privatwirtschaft u.a. zur Erhöhung des Frauenanteils in Führungspositionen

Die “Initiative der Nürnberger Frauen” hat eine Unterschriftenaktion gestartet. Im Internet kann man mit seinem Namen diese Resolution unterstützen.

Nach einer Phase der Öffentlichkeitsarbeit möchten die Initiatorinnen der Aktion direkten Kontakt zur Bundesministerin Frau van der Leyen aufnehmen, um dort ihre Forderung zu unterbreiten.

Spannend dürfte sein, wie viele Männer diese Inititiative unterstützen.


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