NSN-Ulm: Tariflicher Kündigungsschutz

06.03.2009 von Inken Wanzek

Mitarbeiter, die nach Ulm versetzt werden, wechseln mit diesem Umzug nicht nur den Standort, sondern auch das Tarifgebiet,  da Ulm zu Baden-Württemberg und nicht zu Bayern gehört.

Ein Blick in den Tarifvertrag Baden-Württemberg zeigt, dass für Mitarbeiter, die einen tariflichen Kündigungsschutz nach Bayerischem Tarifvertrag haben, diesen mit dem Umzug unter Umständen verlieren oder erlangen können.

In Bayern haben Arbeitnehmer, die Tarifmitarbeiter sind, 50 Jahre alt sind und mindestens 15 Jahre bei der Firma oder 55 Jahre alt sind und mindestens 10 Jahre bei der Firma, tariflichen Kündigungsschutz, d.h. sie können nicht betriebsbedingt gekündigt werden. Der tarifliche Kündigungsschutz bricht nur bei einer Betriebsschließung oder Teilbetriebsschließung ein (§2 Abs.5, III MTV Bayern)

Die Regelung in Baden-Württenberg lautet für Tarifmitarbeiter: „Einem Beschäftigten, der das 53., aber noch nicht das 65. Lebensjahr vollendet hat und dem Betrieb mindestens 3 Jahre angehört, kann nur noch aus wichtigem Grund gekündigt werden. Dies gilt auch für eine Änderungskündigung.” (§4, 4.4 MTV BaWü).

Allerdings enthält der Wortlaut des Baden-Württembergischen Tarifvertrags keine Einschränkung des Kündigungsschutzes. Er hält somit auch bei Betriebs- oder Teilbetriebsschließung, d.h. solange es noch Betriebe in Deutschland bei NSN gibt, kann Mitarbeitern, die unter den Baden-Württembergischen Tarifvertrag fallen, nicht betriebsbedingt gekündigt werden.


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