NSN: Versetzung – Zumutbarkeit für Eltern

12.03.2009 von Inken Wanzek

Nicht jede Versetzung, die im Interesse des Arbeitgebers liegt, ist für den Arbeitnehmer zumutbar. Die Interessen des Arbeitnehmers sind angemessen zu berücksichtigen:

Das Arbeitsgericht Frankfurt entschied:

Eine Versetzung eines verheirateten Arbeitnehmers mit schulpflichtigen Kindern um mehrere hundert Kilometer (vorliegend 260 km) ist unzulässig, da dies die Grenzen des billigen Ermessens überschreitet. Auf die private Lebensführung ist Rücksicht zu nehmen. Wird versucht, alleine die Interessen des Arbeitgebers durchzusetzen, so überschreitet dies das Weisungsrecht des Arbeitgebers auch dann, wenn der Vertrag eine entsprechende Klausel enthält.
ArbG Frankfurt/Main, 9.1.2007 – Az: 7 Ga 238/06

Mit diesem Grund kann man beispielsweise einer Versetzung nach Greifswald widersprechen. Auch bei einem Widerspruch gegen eine Versetzung nach Ulm, kann man die Familienverhältnisse als Begründung anführen, wenn Kinder zu betreuen sind.


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