NSN: Versetzungsklausel

12.03.2009 von Inken Wanzek

Die meisten Mitarbeiter haben in ihrem Arbeitsvertrag eine Versetzungsklausel stehen und gehen daher davon aus, dass der Arbeitgeber sie ohne Weiteres versetzen kann.

Das Arbeitsgericht Frankfurt entschied jedoch: Eine Klausel im Arbeitsvertrag, mit der sich der Arbeitgeber die Versetzung des Mitarbeiters vorbehalten hat, verliert spätestens nach Ablauf von fünf bis sechs Jahren ihre Wirkung. Arbeitgeber können sich daher bei länger andauernden Arbeitsverhältnissen nicht mehr auf das Direktions- oder Weisungsrecht berufen, sondern müssen eine Änderungskündigung aussprechen (ArbG Frankfurt 18 Ca 1251/01).

Findet sich in einem Arbeitsvertrag keine Versetzungsklausel, ist eine einseitige Versetzungsmöglichkeit durch Direktionsrecht des Arbeitgebers an einen anderen Ort , und sei dieser auch nur ein paar Kilometer entfernt, nicht möglich (LAG Nürnberg 6 Sa 518/03).
Mit diesen Günden kann man beispielsweise einer Versetzung nach Ulm widersprechen. Es sollten aber noch weitere Gründe angegeben werden.


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