NSN: Personalabbau trotz steigendem Umsatz

15.03.2009 von Christine Rosenboom

Die Präambel am Anfang des IA/SP soll erklären, was die Motive, Absicht und Zweck der Übereinkunft sein soll. Mit Erstaunen liest man dort: „in Europa sinken die Umsätze”. Hinterfragt man dies, stößt man im Geschäftsbericht von Nokia zum 4. Quartal zunächst auf die Tatsache, dass Nokia Siemens Networks weltweit den Umsatz vom 3. auf das 4. Quartal um 23,9 Prozent und vom letzten Jahr zu diesem Jahr (YoY) um 14,0 Prozent steigern konnte.

In Europa wurde 38 Prozent des gesamten Umsatzes erzielt. Zwar fiel der Umsatz im Vergleich zu Q4/2007 um 20 Prozent, konnte aber im Vergleich zum Vorquartal um 20,5 Prozent gesteigert werden. Auch in China und Nord Amerika fiel der Umsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal um 16,9 Prozent bzw. 18,5 Prozent. Dabei sollte man nicht aus den Augen verlieren, dass in China lediglich 9,4 Prozent des Umsatzes erzielt wurden.

Als Begründung für die Erforderlichkeit des Personalabbaus kann der sinkende Umsatz – der wohlgemerkt im Vergleich zum Vorquartal um 20,5 Prozent gestiegen ist – wohl kaum herhalten, insbesondere nicht, da in Europa der mit Abstand größte Umsatz erzielt wird.

NOKIA SIEMENS NETWORKS NET SALES BY GEOGRAPHIC AREA

EUR million

Q4/2008

Q4/2007

YoY
Change

Q3/2008

QoQ
Change

Europe

1 636

2 045

-20.0%

1 358

20.5%

Middle East & Africa

615

541

13.7%

424

45.0%

Greater China

409

492

-16.9%

288

42.0%

Asia-Pacific

967

838

15.4%

894

8.2%

North America

198

243

-18.5%

150

32.0 %

Latin America

513

424

21.0%

389

31.9%

Total

4 338

4 583

-5.3%

3 503

23.8%

Quelle: Nokia Quartalsbericht 4/2008


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