Erfahrungen mit Huawei als Arbeitgeber

27.05.2009 von Christine Rosenboom

In China trat 2008 ein Gesetz in Kraft, das festlegt, dass ein Arbeitnehmer, der länger als zehn Jahre in einem Unternehmen gearbeitet hat, Anspruch auf einen unbefristeten Arbeitsvertrag hat. Dasselbe trifft zu, wenn jemand seinen Arbeitsvertrag nach zwei aufeinanderfolgenden befristeten Arbeitsverträgen erneuert. Offensichtlich um dieses Gesetz zu umgehen, veranlasste Huawei im Jahr 2007 mehr als 7000 seiner Angestellten, die schon länger als acht Jahre angestellt waren, zu kündigen, um sie dann wieder neu einzustellen.

Nicht nur deshalb hat Huawei einen schlechten Ruf in Arbeitnehmerkreisen in China und mittlerweile wohl auch in Deutschland. In China, so ein Kollege, der mit einer Chinesin verheiratet ist, sei Huawei sehr militärisch aufgebaut. Selbst Chinesen, so der Kollege weiter, bevorzugen ausländische Firmen vor Huawei. Ein weiterer Kollege, der zu Huawei wechselte, wurde ohne Begründung am letzten Tag seiner Probezeit gekündigt.

Wer sich also um eine Stelle im neuen F&E-Zentrum von Huawei in München bewerben möchte, sollte dies bei seiner Entscheidung bedenken.


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