Nebenjob in der Kurzarbeit

04.06.2009 von Christine Rosenboom

Durch die Wirtschaftskrise haben viele Firmen bereits ihre Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt. Andere werden folgen. Um den Verdienstausfall abzufedern, könnten die Kurzarbeiter einen Nebenjob annehmen. Grundsätzlich ist dies erlaubt, der Zweitjob muss jedoch beim Arbeitgeber angemeldet werden. Das Kurzarbeitergeld beträgt 60 Prozent des ausgefallenen Nettolohns, 67 Prozent, wenn ein Kind mit im Haushalt lebt.

Wird der Nebenjob angenommen bevor im Betrieb die Kurzarbeit eingeführt wurde, dann wird der Verdienst nicht auf das Kurzarbeitergeld angerechnet (§179 Abs. 3 SGB III). Dabei genügt es, wenn der Arbeitnehmer einen Tag vor Bezug des Kurzarbeitergeldes die Nebentätigkeit aufgenommen hat.
Sucht sich der Betroffene jedoch erst einen Nebenjob, wenn er schon in Kurzarbeit ist, wird der Verdienst auf das Kurzarbeitergeld angerechnet. Und zwar sinkt sein Kurzarbeitergeld um das „fiktive” Kurzarbeitergeld, das er für das Bruttogehalt im Nebenjob bekäme. Nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben und des Kürzungsbetrages bleibt vom Nebenverdienst dann nicht mehr viel übrig.

Fazit: besser vor Beginn der Kurzarbeit einen Nebenjob suchen, falls man damit seinen Verdienstausfall abfedern will bzw. muss.


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