Siemens erzielt Einigung mit Weltbank zu Schmiergeldaffäre

02.07.2009 von Christine Rosenboom

Die Weltbank wirft Siemens vor, zwischen 2005 und 2006 Schmiergelder in Höhe von ca. 2,14 Mio. Euro bei einem Verkehrsprojekt in Moskau gezahlt zu haben, das die Bank finanzierte. Jetzt hat Siemens sich in einem Vergleich mit der Weltbank zugesichert, 15 Jahre lang Organisationen wie die Vereinten Nationen insgesamt mit rund 5 Mio. Euro pro Jahr bei der Korruptionsprävention zu unterstützen. Darüber hinaus verzichtet Siemens rückwirkend zum 1.1.2009 bis 31.12.2010 freiwillig darauf, an Ausschreibungen für Projekte teilzunehmen, die von der Weltbank finanziert werden. Unter bestimmten Umständen kann Siemens aber weiterhin als Subunternehmer an weltbankfinanzierten Aufträgen teilnehmen.

Siemens kann in Russland außerdem ein Ausschluss von Projektausschreibungen für bis zu vier Jahre drohen. Die Weltbank will darüber laut Siemens zu einem späteren Zeitpunkt entscheiden.