Wurde berücksichtigt, dass damit die BR-Kollegen aus Mch H nicht an der Wahl teilnehmen können?

11.07.2009 von Inken Wanzek / Christine Rosenboom

Dies ist eigentlich eine erstaunliche Frage. Der Betrieb München Hofmannstraße besteht nicht nur aus den 36 Mitarbeitern, die vom letzten Personalabbau übrig geblieben sind und von denen die meisten einen Kündigungsschutz haben, sondern auch aus den „Technical Trainers“, die nach Düsseldorf versetzt werden sollen, sowie – nicht zu vergessen – aus den ca. 200 IT-Mitarbeitern, die den Betriebsrat in der Hofmannstraße mit gewählt haben. Der Betriebsrat Mch H bleibt also bis zur Neuwahl im Frühjahr 2010 in der Hofmannstraße im Amt und vertritt die dort verbleibenden Mitarbeiter.

Selbst wenn der Arbeitgeber einen Teilbetrieb mit diesen 36 Mitarbeitern schließen würde, hätten die Betriebsratsmitglieder Mch H einen Anspruch darauf, im anderen Teilbetrieb weiterbeschäftigt zu werden.

Pläne des Arbeitgebers, den verbleibenden Betrieb Hofmannstraße mit der Martinstraße zu verschmelzen sind uns nicht bekannt. Warum sollte der Arbeitgeber also ausgerechnet die Mch H-Betriebsräte in die Martinstraße versetzen, wenn er die anderen Kollegen in der Hofmannstraße sitzen lässt? Würde das passieren, kann es sich nur um einen Deal zum Nachteil der Belegschaft handeln.