Zuschuss für ältere Arbeitslose

13.07.2009 von Inken Wanzek

Laut Bundesagentur für Arbeit erhalten Arbeitnehmer/-innen ab vollendeten 50. Lebensjahr, die ihre Arbeitslosigkeit durch Aufnahme einer geringer entlohnten versicherungspflichtigen Beschäftigung beenden oder vermeiden, zeitlich befristet einen Zuschuss zum Arbeitsentgelt und einen zusätzlichen Beitrag zur gesetzlichen Rentenversicherung. Diese Arbeitnehmer müssen jedoch noch für mindestens 120 Tage Anspruch auf Arbeitslosengeld bei Aufnahme der neuen Beschäftigung haben oder geltend machen können.

Der Zuschuss zum Nettoentgelt errechnet sich aus der täglichen Differenz zwischen dem pauschalierten Nettoentgelt, das der individuellen Arbeitslosengeldberechnung zugrunde liegt und dem pauschalierten Nettoentgelt aus der neuen Beschäftigung. Mit der Formel „tägliche Differenz x 30“ wird die monatliche Differenz berechnet. Davon erhält man von der Agentur für Arbeit im ersten Jahr nach Aufnahme der Beschäftigung 50 Prozent und im zweiten Jahr 30 Prozent als Zuschuss.

Die zusätzliche beitragspflichtige Einnahme zur Rentenversicherung wird aus der Differenz zwischen 90 Prozent des Bemessungsentgelts, nach dem das individuelle Arbeitslosengeld bemessen worden ist, und dem Bruttolohn aus der neuen Beschäftigung ermittelt. Aus den berechneten zusätzlichen beitragspflichtigen

Einnahmen wird der zusätzliche Beitrag zur gesetzlichen Rentenversicherung mit dem Beitragssatz ermittelt, der für Ihren Versicherungszweig maßgeblich ist. Der zusätzliche Beitrag wird in voller Höhe (Arbeitnehmer- und Arbeitgeberanteil) von der Bundesagentur für Arbeit gezahlt.

Weiter Details bietet das Merkblatt 13 der Agentur für Arbeit.