NSN: Outplacement-Angebote

02.08.2009 von Inken Wanzek

Obwohl Betriebsvereinbarungen auf die Weiterbeschäftigung von Mitarbeitern, deren Arbeit entfallen ist, fokussieren, bietet NSN Mitarbeitern, deren Arbeit entfallen ist, Outplacement an.

Beachtet: Outplacement ist freiwillig. Es ist ein Angebot, das man an- oder ablehnen kann.

Das Outplacement-Angebot ist eine von NSN finanzierte Dienstleistung für ausscheidendungswillige Mitarbeiter. Diese werden durch eine externe Firma bei ihrer beruflichen Neuorientierung begleitet, dem Ziel, sie in ein neues Arbeitsverhältnis zu vermitteln oder eine Existenzgründung durchzuführen. Man beachte: In jedem neuen Arbeitsverhältnis hat man eine 6-monatige Probezeit, in der ohne Angaben von Gründen das Arbeitsverhältnis von beiden Seiten mit einer Frist von 14 Tagen gelöst werden kann.

Das Outplacement-Programm startet mit einer unverbindlichen Informationsveranstaltung, setzt sich dann in einem individuellen immer noch unverbindlichen Gespräch fort. Danach kann der Mitarbeiter entscheiden, ob er das Angebot „Outplacement“ annehmen möchte oder nicht.

Doch Achtung: Nichts voreilig unterschreiben! Die Annahme des Angebots „Outplacement“ bedeutet nämlich, dass der Mitarbeiter die Firma Nokia Siemens Networks verlassen muss, also einen Aufhebungsvertrag unterzeichnet. Er wird nur noch für kurze Zeit, beispielsweise 1 Monat, bei NSN bleiben können, d.h. um anschaulich zu sprechen: Er erhält so etwas Ähnliches wie eine einmonatige beE. Die Dauer des Verbleibens bei NSN ist sicherlich noch verhandelbar. Ob Abfindungen gezahlt werden ist offen.

NSN führt dieses Outplacement mit der Firma max40 GmbH durch. Sie befindet sich in der Maximilianstraße in München, Stuttgart und Nürnberg und besteht seit 2004. Der Firmeninhaber Helmut Fuchs soll ehemaliger Siemens Mitarbeiter gewesen sein.

Wir bitten Euch, euch diesen Schritt sehr genau zu überlegen. Wir befinden uns mitten in einer Wirtschaftskrise, die nach Expertenmeinung im Herbst erst voll auf den Arbeitsmarkt durchschlägt. Und, ganz ehrlich, es hat schon bessere Angebote gegeben.

Beratet euch mit einem Betriebsrat eures Vertrauens, wenn ihr zur Teilnahme an einem solchen Programm aufgefordert werdet.