Outplacement-Programm Max40: Bedingungen

08.09.2009 von Inken Wanzek

Wie wir berichteten bietet NSN einigen Mitarbeitern ein Outplacementprogramm, das von der Firma max40 GmbH durchgeführt wird. Voraussetzung für die Annahme des Programms ist ein Aufhebungsvertrag mit NSN.

Die Bedingungen für das Outplacement-Programm sind in Bewegung. Offensichtlich experimentiert man bei NSN mit dieser Abbaumaßnahme.

So hieß es Anfang August noch, dass Mitarbeiter, die dieses Outplacement-Programm in Anspruch nehmen wollen, auf ihre oft mehrmonatige Kündigungsfrist verzichten müssen. NSN gewährte damals nur einen Monat Übergangszeit. Dies wurde inzwischen verbessert. Die individuelle Kündigungsfrist wird jetzt berücksichtigt. Der Mitarbeiter, der sich für Max40 entschieden hat, wird für die Monate seiner individuellen Kündigungsfrist von der Arbeit bezahlt freigestellt, um sich in dieser Zeit schon seiner beruflichen Neuorientierung widmen zu können. Zur Kündigungsfrist hinzu kommt ein Monat Übergangszeit. In diesem Monat erhält der Mitarbeiter ein letztes Mal sein NSN Gehalt.

NSN zahlt, Mitarbeitern, die sich für Outplacement entscheiden, eine Abfindung gemäß dem Interessenausgleich von Radio Access. Dieser basiert auf dem Sozialplan von 2007. Allerdings ist hier die Rückzahlungsklausel zu beachten, nach der eine Abfindung (Brutto!) zurückgezahlt werden muss, wenn man in ein Unternehmen wechselt, dass auch nur entfernt mit Nokia, Siemens oder NSN in Beziehung steht.

Nokia Siemens Networks bezahlt das Max40-Programm. Aber steuerlich gilt es als geldwerter Vorteil, den der Arbeitnehmer versteuern muss. Die Kosten für das Outplacementprogramm, circa 20.000 Euro, müssen abzüglich eines Freibetrags und des üblichen Preisnachlasses (Skonto) zusätzlich zu sonstigen Einkommen versteuert werden. Allerdings lasse sich unseren Informationen zufolge die Teilnahme an Max40 als Werbekosten wieder absetzen. Ob sich daraus ein Nullsummenspiel ergibt, muss jeder für sich selbst berechnen lassen.