Krankmeldungen nicht erhalten – wie beugt man vor?

23.09.2009 von Inken Wanzek

Unser Artikel “Krankmeldung – was ist zu beachten” stieß auf Resonanz. Offensichtlich scheint es ab und zu vorzukommen, dass Vorgesetzte behaupten, sie hätten die Krankmeldung per E-Mail nicht bekommen. Dies ist besonders dann kritisch, wenn der Mitarbeiter auf einer schwarzen Liste steht. Der Mitarbeiter muss sich nun rechtfertigen. Natürlich kann er die E-Mail, die er geschickt hat, vorlegen, besser aber ist es die Situation von vornherein zu vermeiden.

Natürlich kann man den Vorgesetzen auf dem Handy anrufen, doch der Nachweis, dass man es getan hat, ist hier schwierig. Man sollte daher (auch) zur E-Mail greifen und bei einer Krankmeldung verlässliche Kolleginnen und Kollegen bzw. jene mit denen man im Projekt zusammenarbeitet wie auch den Projektleiter sowie die zuständige Abteilungssekretärin ins CC der Krankmeldungsmail setzen. Damit ist die Gefahr minimiert, dass die Krankmeldung untergeht, niemand Bescheid weiß, weil der Chef beispielsweise dienstlich außer Haus ist oder einfach keine Zeit findet, seine E-Mails zu lesen. Die Antwort eines Vorgesetzten: Ich habe nichts erhalten, durch Ihre fehlende Krankmeldung konnte der Projektleiter nicht umdisponieren, ist auf diese Weise leicht zu widerlegen. Also, nicht nur die E-Mail-Adresse des Chefs zu Hause haben, sondern auch die der Kolleginnen und Kollegen, mit denen man zusammenarbeitet.

Eine weitere ergänzende Möglichkeit ist, im E-Mail-Tool die Option „Empfangs- und Lesebestätigung“ einzuschalten.

Ergänzend sei noch gesagt: Man muss nicht telefonieren, eine E-Mail an den Vorgesetzten genügt, wenn dies ein übliches Kommunikationsmittel im Betrieb ist. Unsere Vorschläge sind daher als ergänzende Maßnahme zu verstehen, mit der man leicht nachweisen kann, dass man seiner Pflicht, sich rechtzeitig – das heißt bis spätestens zu Arbeitsbeginn – krankzumelden, nachgekommen ist.