US-Aktionäre setzen Ultimatum in Schmiergeldaffäre

17.10.2009 von Christine Rosenboom

In der Schmiergeldaffäre haben US-Aktionäre Siemens eine Frist bis zum 8.11.2009 gesetzt. Falls Siemens bis dahin keine Schadensersatzklage gegen die früheren Konzernchefs Heinrich von Pierer und Klaus Kleinfeld sowie gegen vier weitere ehemalige Vorstände einreichen, wollen die Aktionäre dies gerichtlich erzwingen und einen „größtmöglichen Schadenersatz“ durchsetzen. Das gehe aus einem Schreiben hervor, das drei Pensionsfonds aus den USA über die Anwaltskanzlei Tilp an das Unternehmen schickten, berichtete die Süddeutsche Zeitung. Die Schadenersatzzahlungen, so Tilp, sollen „ausschließlich Siemens und damit nur mittelbar“ den Aktionären zugute kommen.