Setzen 6!

05.11.2009 von Inken Wanzek

Betrachtet man den Schritt aus Sicht der Ziele, die NSN verfolgt, wie bessere Kundenorientierung, erhöhen der Geschwindigkeit etc., dann ist eine erneute Umstrukturierung genau der falsche Schritt, denn Mitarbeiter, die befürchten müssen, dass sie in naher Zukunft möglicherweise ihren Job verlieren, werden sich darüber Gedanken machen, wie es weiter geht und wie sie ihren Job verteidigen können.

Stellenabbau demotiviert die Mitarbeiter nur noch weiter, die Risikobereitschaft sinkt. Alle Appelle, Verantwortung zu übernehmen und Entscheidungen schneller zu fällen gehen dann ins Leere, schließlich wissen Mitarbeiter, dass sie immer riskieren, bei einer Fehlentscheidung der nächste auf der Abschussliste zu sein. Man wird auch versuchen, ja nicht aufzufallen, also nur keine Kritik äußern, sonst verliert man den Job, den man noch dringend braucht…

Man sollte den Mitarbeitern stattdessen zur Abwechslung mal die Sicherheit geben, dass ihre Arbeit geschätzt wird, dass sie gebraucht werden, dass sie zum Erfolg des Unternehmens beitragen können. Dann würde sich das Problem von selbst lösen, denn nur Mitarbeiter, die den Kopf von existentiellen Ängsten frei haben, können innovativ sein, Höchstleistungen bringen und tun das dann auch und sogar mit Freude. Aber die meisten Manager sind eben auch nur Durchschnitt und durchschnittliche Manager haben eben keine besseren Ideen, als die, mit denen alle Manager seit 2002 vor ihnen schon gescheitert sind: Umorganisation und Personalabbau.