Nokia baut bei Forschung und Entwicklung ab

24.11.2009 von Christine Rosenboom

Nokia hatte im dritten Quartal zum ersten Mal seit 1993 rote Zahlen geschrieben. Eine wichtige Ursache war unter anderem der fehlende Erfolg bei den Smartphones sowie die Abschreibungen auf die Netzwerksparte Nokia Siemens Networks. Nokia reagiert nun auf dieses schlechte Ergebnis mit der Streichung von Arbeitsplätzen in der Forschung und Entwicklung. So sollen in Finnland, am Standort Oulu 230, in Kopenhagen, der Hauptstadt Dänemarks 100 und in Japan weitere 220 R&D-Stellen entfallen.

Das dürfte jedoch noch nicht das Ende der Fahnenstange sein, denn die Akquisition des Kartenmaterial-Lieferanten Navteq, die Nokia mehr als 5 Mrd. Euro gekostet hat, könnte zu einer drastischen Abschreibung von 3-4 Mrd. Euro führen. Dies würde auch die Bilanz für das kommende Quartal ruinieren. Es wird spekuliert, dass die “völlig überteuerte Akquisition” zur Ablösung von Nokia-Chef Olli-Pekka Kallasvuo führen könnte.