NSN drückt Siemens tief in die roten Zahlen

03.12.2009 von Christine Rosenboom

Der Netzwerkausrüster Nokia Siemens Networks (NSN) entwickelt sich immer mehr zum Milliardengrab“ schreibt Spiegel-online. „Erst zwang er den Handy-Riesen Nokia zu gewaltigen Abschreibungen – jetzt reißt er auch Siemens ein Loch in die Bilanz.

Siemens hat durch Abschreibungen auf NSN im vierten Quartal einen Verlust von gut 1,1 Mrd. Euro hinnehmen müssen, nach einem Verlust von 2,42 Mrd. Euro im Vorjahr. Dabei belastete Nokia Siemens Networks das Ergebnis im vierten Quartal mit 1,96 Milliarden Euro. Ohne die Belastungen durch NSN in Q4 hätte Siemens noch 853 Mio. Euro Gewinn gemacht.

Siemens Vorstandsvorsitzender Peter Löscher gab für das neue Geschäftsjahr einen verhaltenen Ausblick. Die Konjunktur, so Löscher sei nach der schwersten Krise der Nachkriegsgeschichte noch anfällig. Diese zeige auch die derzeitige Lage in Dubai. Die globale Finanz- und Wirtschaftskrise sei noch nicht vorbei. “Wir stehen am Fuße eines hohen Berges, und der Aufstieg steht uns noch bevor. Weitere gemeinsame Anstrengungen sind notwendig“, sagte Löscher. „Dazwischen haben wir gewisse Bergtäler zu durchwandern: Das ist das Jahr 2010.

Der Umsatz 2010 dürfte laut Siemens um einen mittleren einstelligen Prozentbereich schrumpfen. “Um die Geschäfte nachhaltig zu sichern, die von der Krise besonders betroffen sind, führen wir notwendige Maßnahmen konsequent fort“, sagte Löscher.