Leistungsbeurteilung

16.12.2009 von Christine Rosenboom

Obwohl die neuen Leistungsbeurteilungen bereits den Mitarbeitern bekannt gegeben könnten, haben sich zahlreiche Vorgesetzte entschlossen, ihren Mitarbeitern die neuen Leistungsbewertungen erst im Januar mitzuteilen, weil „sie ihnen Weihnachten nicht verderben wollen“.

Der Betriebsrat Mch T hat ebenfalls die Listen zur Leistungsbeurteilung bekommen und die benachteiligten Kollegen daraufhin angesprochen. Es gab natürlich zahlreiche Widersprüche. Die Zahl der Mitarbeiter mit höherer oder niedrigerer Bewertung halten sich in Mch T in etwa die Waage. Die Veränderungen nach oben oder unten liegen meist bei 10 Prozent. Eine Benachteiligung von Frauen ist nicht erkennbar, jedoch eine deutliche Benachteiligung von Schwerbehinderten. Der Personalausschuss (APA) von Mch T wird am Donnerstag den Benachteiligungen widersprechen und eine Begründung verlangen.

Der Ausschuss für personelle Einzelmaßnahmen (APE) in Mch M hat mittlerweile eine Liste für 1400 Tarif-Mitarbeitern bekommen. Von diesen 1400 haben 750 eine niedrigere Bewertung als bisher bekommen. Frauen und Schwerbehinderte sollen hier nicht benachteiligt worden sein. Der APE wird nicht auf die benachteiligten Kollegen zukommen. Diese müssen selbst die Initiative ergreifen und einen Erfassungsbogen für die gewünschten Widersprüche, der auf der Betriebsratshomepage Mch M erscheinen soll, ausfüllen. Die Widerspruchsfrist läuft bis Mitte März, unabhängig davon, wann der Vorgesetzte den Mitarbeitern ihre neue Leistungsbeurteilung überreicht.