KuG: Vermittlung auf andere Arbeitsplätze

23.01.2010 von Christine Rosenboom

Die Agentur für Arbeit kann Bezieher von Kurzarbeitergeld vorübergehend in eine andere Arbeit, also in ein Zweitarbeitsverhältnis vermitteln. Lehnt der Mitarbeiter eine angebotene zumutbare Beschäftigung ohne wichtigen Grund ab oder tritt er sie nicht an, wird das Kurzarbeitergeld in der Regel für 3 Wochen nicht gezahlt (Sperrzeit).

Ausschlussgrund

Darüber hinaus werden Arbeitnehmer vom Bezug des Kurzarbeitergelds ausgeschlossen, wenn und solange sie bei einer Vermittlung nicht in der von der Agentur für Arbeit verlangten Weise mitwirken. Das ist dann der Fall, wenn man sich beharrlich weigert, im Rahmen einer beratenden und vermittlerischen Tätigkeit angemessen mitzuwirken, wenn man sich also beispielsweise weigert, seinen Lebenslauf abzugeben, zur Beratung beim Arbeitsamt zu gehen oder sich zu bewerben.

Meldepflicht

Die Agentur für Arbeit kann einen Bezieher von Kurzarbeitergeld auffordern, sich an Tagen des Arbeitsausfalls persönlich bei der Agentur für Arbeit zu melden. Versäumt er dies ohne wichtigen Grund, führt dies zum Ruhen des Anspruchs auf Kurzarbeitergeld für eine Woche. Das heißt, wenn der Mitarbeiter ohne Entschuldigung nicht kommt, bekommt er eine Woche lang kein Kurzarbeitergeld.