KuG: Wechsel Steuerklasse / Kinderfreibetrag eintragen

23.01.2010 von Christine Rosenboom

Ist ein Kinderfreibetrag auf der Lohnsteuerkarte eingetragen, dann erhöht sich das Kurzarbeitergeld von 60 auf 67 Prozent vom Nettogehalt.

Hat man eine günstigere Lohnsteuerklasse bei gleicher Bruttovergütung, dann ist der Nettoverdienst und damit auch das Kurzarbeitergeld höher.

Da der Lohnsteuerklassenwechsel bei Ehegatten im laufenden Kalenderjahr keiner Prüfung durch das Arbeitsamt unterliegt (§ 179 Abs. 1 Satz 6 SGB III), ist im Einzelfall der Wechsel der Steuerklasse (z.B. III / V anstatt IV / IV) zu erwägen.

Progressionsvorbehalt

Das Kurzarbeitergeld selbst ist steuerfrei. Es wird jedoch bei der Ermittlung des Steuersatzes berücksichtigt, dem das übrige steuerpflichtige Einkommen unterliegt (sog. Progressionsvorbehalt). Es könnte daher sein, dass bei einer Zusammenveranlagung von Ehegatten der Vorteil des höheren Kurzarbeitergeldes durch den Einkommensteuerbescheid wieder ausgeglichen wird. Dies kann zu Steuernachzahlungen im darauffolgenden Jahr führen. Allerdings erhöht es die Liquidität des Mitarbeiters bis der Einkommensteuerbescheid rechtskräftig wird.

Aufstockungsbetrag

Zahlt der Arbeitgeber zum Kurzarbeitergeld einen Aufstockungsbetrag, beispielsweise auf 80 Prozent des Netto-Entgelts, dann muss dieser Betrag versteuert werden.