SIS-Mitarbeiter fürchten um Arbeitsplätze

31.01.2010 von Inken Wanzek

SIS-Mitarbeiter in Erlangen wollen ab Montag in wöchentlichen Protestspaziergängen gegen ihre Ausgliederung aus der Siemens AG demonstrieren. Ähnliche Aktionen seien auch an den Standorten Fürth, Berlin, Essen und Paderborn geplant, kündigte letzten Freitag der erste Bevollmächtigte der IG Metall in Erlangen, Wolfgang Niclas, an.

Die SIS, bei der deutschlandweit etwa 8000 Mitarbeiter beschäftigt sind, soll zum 1. Juli 2010 komplett aus der Siemens AG ausgegliedert werden. Die Mitarbeiter fürchten, dass Siemens einen großen Teil der EDV-Sparte verkaufen und den Rest dann wieder in das Unternehmen zurückführen will. Die SIS-Mitarbeiter haben die Odyssee „Ausgliederung“ und Wiedereingliederung in die Siemens AG“ schon einmal erlebt und sind dementsprechend misstrauisch.

Siemens bestreitet nach Angaben der IG Metall, die Verkaufsabsichten großer Teile der EDV-Sparte. Mittelfristig würden aber alle Optionen geprüft. Dazu zählen Partnerschaften genauso wie ein Börsengang.