EU-Kartellbehörde ermittelt gegen Siemens

03.02.2010 von Christine Rosenboom

Die EU-Kommission hat im Januar bei Siemens und dem Elektronikkonzern ABB Geschäftsräume durchsucht. Ohne die Firmen namentlich zu nennen, gab die Kartellbehörde am Mittwoch Durchsuchungen von Büros bei Elektrokonzernen im Januar bekannt. Die Brüsseler Behörde geht dem Verdacht nach, dass die Unternehmen mit ihren Geschäftspraktiken gegen EU- Kartellregeln verstoßen haben könnten. Bei dieser Untersuchung geht es um die Preise für Wechselstrom-Übertragungstechnik.

ABB bestätigte, Fahnder hätten Firmenbüros in Schweden durchsucht. Siemens betonte, man habe bereits in den vergangenen drei Quartalsberichten auf die Ermittlungen hingewiesen.

Wenn sich der Verdacht erhärtet und die Kommission später ein Kartellverfahren eröffnet, drohen Siemens und ABB hohe Bußgelder. Preisabsprachen zum Schaden von Unternehmen und Verbrauchern sind in der EU verboten.