NSN: Kurzarbeit in Deutschland, Stellenabbau in Finnland

04.03.2010 von Inken Wanzek

Nokia Siemens Networks will in Deutschland Kurzarbeit einführen. Rund 600 Mitarbeiter seien davon betroffen, sagte heute eine Sprecherin in München, die Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern liefen noch.

Im November 2009 gab NSN einen Stellenabbau von sieben bis neun Prozent der weltweit 64.000 Arbeitsplätze bekannt. Bekannt wurde nun, dass in Finnland 450 Stellen wegfallen. In Deutschland sei derzeit kein Stellenabbau geplant, sagte eine Unternehmenssprecherin. Allerdings will NSN 600 seiner Beschäftigten dort in Kurzarbeit schicken. Dies wurde heute auch den Mitarbeitern mitgeteilt.

Der Personalabbau soll einerseits durch freiwillige Aufhebungsverträge erreicht werden. Gleichzeitig erwartet NSN, dass auch Kündigungen in einer Reihe von Ländern unausweichlich sein werden. Welche Länder davon betroffen sein werden, wurde nicht gesagt. Die größten Auswirkungen werden wie immer in Finnland und Deutschland erwartet.

NSN möchte mit diesen Maßnahmen die Betriebskosten bis 2011 um jährlich rund eine halbe Milliarde Euro senken. Mindestens noch einmal soviel soll durch den günstigeren Einkauf von Material und Leistungen gespart werden.