Ex-Siemens-Chef Griechenland verurteilt

06.03.2010 von Christine Rosenboom

Michael Christoforakos, der frühere Chef von Siemens Griechenland, hatte bei seiner Vernehmung durch die Münchner Staatsanwaltschaft Schmiergeldzahlungen in Griechenland gestanden. Christoforakos hatte gegen seine Auslieferung an Griechenland mehrfach Verfassungsbeschwerde eingelegt, da ihm in seiner alten Heimat empfindliche Sanktionen gedroht hätten. Nachdem das Bundesverfassungsgericht die Auslieferung zweimal gestoppt hatte, wurde nun am 3.3.2010 der Fall abgeschlossen.

Die Staatsanwaltschaft München hatte im November 2009 ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Beihilfe zur Untreue gegen den Deutsch-Griechen eingeleitet. Dieses Verfahren wurde am Mittwoch durch einen rechtskräftigen Strafbefehl des Amtsgerichts München beendet. Der 57-Jährige erhielt eine Freiheitsstrafe von zehn Monaten auf Bewährung.

Das zweite Strafverfahren gegen Michael Christoforakos wegen des Vorwurfs der Bestechung von Amtsträgern in Griechenland wurde ebenfalls am Mittwoch vor dem Amtsgericht München gegen Zahlung von 350.000 Euro eingestellt.