Kurzarbeit – rund ums Geld

06.03.2010 von Inken Wanzek

Gehalt

Wird ein Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt und hat die Agentur für Arbeit diese genehmigt, dann zahlt der Staat 60 Prozent bei Mitarbeitern ohne Kinder und 67 Prozent bei Mitarbeitern mit mindestens einem Kind. Entscheidend ist hier der Eintrag auf der Lohnsteuerkarte. NSN stockt das Gehalt auf 80 Prozent auf.

Steuern und Sozialabgaben

Weiter wird das Gehalt von NSN (nicht von der Agentur für Arbeit) überwiesen. Steuern und Sozialversicherungsbeiträge wie beispielsweise Arbeitslosenversicherung werden von NSN abgeführt. Zu beachten ist, dass das staatliche Kurzarbeitergeld von 60 bzw. 67 Prozent nicht zu versteuern ist. Zu versteuern ist nur der Betrag, den NSN auf das Kurzarbeitergeld aufschlägt. Allerdings wird das Kurzarbeitergeld zur Berechnung des Steuersatzes herangezogen (Progressionsvorbehalt).

Rentenversicherungsbeiträge

Rentenversicherungsbeiträge werden als Sozialabgaben auch in der Kurzarbeit abgeführt. Da durch die Kurzarbeit das Gehalt reduziert ist, vermindert sich auch der Rentenversicherungsbeitrag. Dies wirkt sich auf die Rente aus.

Betriebliche Altersversorgung

Nach Angaben von NSN hat die Kurzarbeit keinen Einfluss auf die betriebliche Altersversorgung. Die Beiträge werden so abgeführt, als gäbe es keine Kurzarbeit.

Elterngeld

Mitarbeiter, die bereits in Elternzeit sind, können nicht in Kurzarbeit geschickt werden. Sie sind gemäß der Rahmenvereinbarung für Kurzarbeit von dieser ausgenommen.

Die Kurzarbeit wirkt sich allerdings für Mitarbeiter aus, die erst nach Ablauf der Kurzarbeit in Elternzeit gehen und vorher in Kurzarbeit waren. Aufgrund des reduzierten Einkommens während der Kurzarbeit erhalten sie auch weniger Elterngeld, da hier das durchschnittliche Einkommen der letzten zwölf Monate vor der Geburt des Kindes zur Berechnung herangezogen wird.

Incentives, Jahresbonus, Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld

Diese werden in voller Höhe ausbezahlt, also so, als ob es keine Kurzarbeit geben würde.