Kurzarbeit: Überstunden, Gleitzeit, Weiterbildung

06.03.2010 von Inken Wanzek

Keine Überstunden / Aufbau von Gleitzeitguthaben während der Kurzarbeit

Klar ist: Ein Mitarbeiter, der in Kurzarbeit geschickt wird, darf über die vereinbarten Stunden hinaus nicht im Betrieb arbeiten, also auch nicht am Arbeitsplatz erscheinen. Angenommen, der Arbeitgeber ordnet Kurzarbeit Null an, dann heißt das: Der Mitarbeiter muss zu Hause bleiben.

Die Agentur für Arbeit fordert nach Informationen von NSN vor Beginn der Kurzarbeit den Abbau von positiven Gleitzeitguthaben auf Null.

Wie am 2.3. 2010 berichtet, wurden alle Führungskräfte von NSN in ganz Deutschland mit einer E-Mail aufgefordert, den aktuellen Stand der Gleitzeitkonten ihrer Mitarbeiter sowie die Resturlaubstage bis zum 5.2.2010 zu erfassen. Die Gleitzeitkonten sollen, so die Anweisung, auf ein Minimum reduziert, der Resturlaub definitiv bis zum 31.3.2010 abgebaut werden. Grund sei, so hieß es damals, dass „für beide Positionen finanzielle Rückstellungen“ gebildet werden müssten. Ein gewichtigerer Grund dürfte die Forderung der Agentur für Arbeit sein.

Weiterbildung

Für Weiterbildung ist kein Budget ausgewiesen. Betriebsleitung und Betriebsrat erarbeiten laut NSN Informationen jedoch zurzeit ein Programm mit Unterstützung von Bildungsträgern. Beide Seiten sind sich einig, dass diese Maßnahmen zur Verbesserung der Wettbewerbssituation dienen. Endet die Kurzarbeit, wird auch die Bildungsmaßnahme nicht weiter von der Agentur für Arbeit gefördert. Hinzuzufügen ist, dass im Fall von vorgesehenen Weiterbildungsmaßnahmen die Agentur für Arbeit zusätzlich die Sozialabgaben übernimmt.

Nach der Rahmenvereinbarung richten Arbeitgeber und Betriebsrat eine paritätisch besetzte Arbeitsgruppe ein, die die Möglichkeiten sowie die Umsetzung derartiger Qualifizierungsmaßnahmen prüft und regelt.