Vorsicht bei freiwilliger Meldung zu Kurzarbeit

19.03.2010 von Christine Rosenboom

Der Betriebsrat Berlin SD schrieb auf seiner Homepage, er bekäme verstärkt Anfragen zur Kurzarbeit aus der Belegschaft. Viele Mitarbeiter würden gern auf freiwilliger Basis für einige Zeit in Kurzarbeit gehen. Er rät diesen Kollegen, mit ihren Vorgesetzten zu sprechen, denn dieser entscheide ihr „Anliegen auf Grundlage der Auslastung und der Sicherstellung der Aufträge“.

Wer sich freiwillig für Kurzarbeit „Null“ meldet, muss sich bewusst sein, dass er damit Gefahr läuft, für eine anschließende Restrukturierung ausgewählt zu werden, insbesondere dann, wenn die Kurzarbeit über mehrere Monate andauert. Der Wunsch auf ein „Sabbatical“ kann also teuer zu stehen kommen. Darüber hinaus muss man sich im Klaren sein, dass Kurzarbeit „Null“ kein Urlaub ist, in dem man frei über seine Zeit entscheiden kann. Man muss nämlich der Agentur für Arbeit zur Vermittlung zur Verfügung stehen und kann vorübergehend auf andere Arbeitsplätze vermittelt werden. Lehnt man das ab, wird das Kurzarbeitergeld möglicherweise gekürzt. Man kann lediglich die üblichen 30 Tage Urlaub nehmen, die dann bei NSN zu beantragen sind.