SIS: Grundsätzliche geplante Vorgehensweise

28.03.2010 von Inken Wanzek / Christine Rosenboom

Siemens möchte mit der Aufteilung der SIS-Mitarbeiter in eine „SIS A“ (Bad-SIS) und eine „SIS NewCo“ (Good-SIS) die Mitarbeiter, die sie entsorgen wollen, von denen trennen, die sie (noch) behalten wollen. Damit möchten sie eine wettbewerbsfähig aufgestellte, von ausstehenden Restrukturierungen unbelastete SIS NewCo bilden. Der Personalabbau soll ausschließlich in der SIS A, also (zunächst) in der Siemens AG, stattfinden.

Siemens plant dabei, folgendermaßen vorzugehen:

  1. Aufstellung der „neuen SIS“ innerhalb der Siemens AG: organisatorisch und mit den hierfür notwendigen ca. 6.000 Mitarbeiter1)
    • über Auswahlrichtlinien Identifizierung der nicht übergehenden Mitarbeiter
    • ca. 6.000 Mitarbeiter werden in die künftige Organisationsstruktur übertragen
    • ca. 2.000 Mitarbeiter verbleiben in einem separaten, nicht von der Ausgliederung umfassten Betriebsteil „SIS A“
  2. Ausgliederung (§ 613a BGB) der neugebildeten Organisationsstruktur in eine neue Gesellschaft (SIS NewCo).
  3. Verhandlung mit der IGM bezüglich Beibehaltung des Ergänzungstarifvertrag für die „SIS NewCo“ und die „SIS A“

Zeitplan Arbeitgeber

18.3.2010 Sondersitzung Wirtschaftsausschuss
März Detaildarstellung der neuen Organisation und Darstellung des Restrukturierungsbedarfs nach Funktionen je Betriebsratseinheit
April Verhandlung mit GBR über Interessenausgleich / Sozialplan / Sozialauswahlrichtlinie / Überleitungsvereinbarung für Mitarbeiter NewSIS; IGM: TVSV
20.5.2010 Zustimmung GBR für Interessenausgleich / Sozialauswahlrichtlinie / Sozialplan und Überleitungsvereinbarung New SIS; Einigung IGM
1.6.2010 Wechsel in Betriebsteil
2.6.2010 Unterrichtungsschreiben an Mitarbeiter NewSIS
1.7.2010 Betriebsübergang