Es wird Zeit andere Wege zu gehen

30.03.2010 von Inken Wanzek

Autor: hz, SIS, veröffentlicht durch NCI InWaChRo News

Zu Recht monieren Mitarbeiter, Gewerkschaften und Betriebsräte, dass alle Umorganisationen und Restrukturierungen bei SBS/SIS, und nicht nur da, in all den Jahren keinen wirklichen Erfolg hatten. Da nützt es nichts, wenn in Präsentationen auf Hochglanzfolien mit immer derselben Leier und dem selben Vokabular die nächste Runde hochgelobt wird und doch nichts weiter bringt, als erneute Personalanpassungen mit den entsprechenden Schicksalsschlägen.

Es gibt keinen Zweifel, daran, dass es momentan nicht gut läuft, aber warum geht man nicht mal einen neuen Weg, wenn doch der alte schon öfter nicht zum Erfolg geführt hat? Stattdessen rennen die Manager wie die Lemminge immer wieder zum Abgrund.

Ein Kollege, der die Betriebsversammlung vom Freitag entnervt und demotiviert vorzeitig verlies, meinte: „Mir würden auf Anhieb zig Dinge einfallen, die ich sofort ändern würde, wenn ich hier was zu sagen hätte, aber mich wird wohl keiner zum Vorstand wählen.“

Liebe Manager, das solltet ihr tun, statt die Leute rauszuschmeißen, den Mitarbeitern „auf’s Maul schauen“, wie es so schön heißt. Das sind die, die die Werte schaffen, die Ahnung haben, die im Getriebe stecken und sehen, welche Rädchen klemmen.

Und Ihr solltet endlich ehrlich zu euch selber sein, denn wo es hakt, das wird auch im „Peter-Prinzip“ von Laurence J.Peter & Raymond Hull überzeugend erklärt: „In einer Hierarchie neigt jeder Beschäftigte dazu, bis zu seiner Stufe der Unfähigkeit aufzusteigen.“ So funktioniert es doch: Man ist gut und wird befördert und zwar so lange bis man für die nächste Beförderung nicht mehr gut genug ist. Doch keiner wird zurückgesetzt auf die letzte Stufe, wo er noch gut war, sondern bleibt dort, wo er eigentlich nicht hingehört. Auf wie viele mag das zutreffen, wenn es mit einer Firma derart bergab geht wie mit SIS? Hier ist ein gesunder Ansatzpunkt, der allerdings Mut und Ehrlichkeit erfordert, dafür aber Erfolg und Zufriedenheit verspricht. Denn wirklich glücklich ist wohl keiner, der auf einem Posten sitzt, der ihn eigentlich überfordert.

Also, liebes Management, schaut in den eigenen Reihen und ändert dort etwas, habt den Mut und geht mal andere Wege, statt den Karren immer auf dieselbe Art und Weise gegen die Wand zu fahren.