SIS NewCo: Einbindung in die Konzernstruktur

11.04.2010 von Inken Wanzek

Die SIS NewCo soll, wie berichtet, am 1.7.2010 aus der Siemens AG ausgegliedert und zu einer 100-prozentigen Tochter im Siemens Konzern werden. Dies geschieht in Deutschland per Betriebsübergang nach §613a BGB.

Der Siemens-Konzern ist von der Siemens AG zu unterscheiden.

Der Siemens Konzern umfasst die Siemens AG als Muttergesellschaft und insgesamt etwa 1.300 Tochtergesellschaften, einschließlich Minderheitsbeteiligungen. Im Siemens-Konzern sind also mehrere rechtlich selbständige Unternehmen unter einer einheitlichen Leitung zusammengefasst. Man nennt diese Unternehmen auch Konzernunternehmen. Die einheitliche Leitung des Siemens Konzerns wird von der Siemens AG wahrgenommen (Mutterunternehmen).

Die Geschäftsaktivitäten der Siemens AG konzentrieren sich auf die drei Sektoren Industry, Energy und Healthcare. Zusätzlich gibt es noch drei weitere berichtspflichtige Segmente: Equity Investments sowie zwei Cross-Sector Businesses, (noch) Siemens IT Solutions and Services (SIS) und Siemens Financial Services (SFS).

Die Gründung der SIS NewCo ist am 7.4.2010 ins Handelsregister eintragen worden. Sie hat die Rechtsform einer GmbH. Eine GmbH wird durch einen oder mehrere Geschäftsführer geleitet. Die Geschäftsführer können alle notwendigen Entscheidungen, die für die Geschäftsführung erforderlich sind, selbständig tätigen. Die Siemens AG kann als Konzernmutter den Geschäftsführern der SIS jedoch Anweisungen erteilen.

Da die SIS NewCo mehr als 500 Arbeitnehmer haben wird, ist ein Aufsichtsrat zur Überwachung der Geschäftsführung vorgeschrieben. Bilanziert wird die SIS NewCo nach wie vor in der Bilanz der Siemens AG, da die Siemens AG die einheitliche Leitung des Siemens Konzerns innehat.

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