15.4.2010 – Update

16.04.2010 von Inken Wanzek / Christine Rosenboom

Wie wir berichteten, kursierte an mehreren NSN-Standorten das Gerücht, dass am 15.4.2010 etwas bekannt gegeben werden sollte, das ganz NSN betreffen wird.

Die Unruhe in der Belegschaft und im Management ist während der vergangenen Woche deutlich gestiegen. Der GBR tagte vier Tage lang von Dienstag bis Freitag dieser Woche, eine ungewöhnlich lange Zeit, die darauf hindeutet, dass im Hintergrund etwas geschieht. Auch im OFK-Bereich ist ungewöhnliche Aktivität zu beobachten. Viele Manager bis hinab zur Abteilungsleiterebene sind abgetaucht, auf Meetings verschwunden. Manche Gerüchte sprechen von Chinesen. Chinesen in typischen Manageranzügen werden auf dem NSN-Gelände vermehrt beobachtet.

Wir sind weiterhin der Meinung, dass Siemens und Nokia am 15.4.2010 möglicherweise bekannt geben wollten, dass sie einen Teil ihrer Anteile an einen Finanzinvestor verkauft haben oder verkaufen werden.

Wenn es sich um einen solchen Deal handelt, müssen sich die Vertragsparteien, also Nokia, Siemens und der Finanzinvestor gemeinsam und persönlich (also CEOs und CFOs) bei einem Notar treffen und einen Vertrag unterzeichnen.

Wie wir alle in den Nachrichten gehört haben, ist der isländische Vulkan Eyjafjallajökull ausgebrochen. Die Aschewolke, die er ausstößt, hat den Flugverkehr in Europa lahmgelegt. Als erstes europäisches Land hat Finnland am Donnerstag wegen der Aschewolke seinen Luftraum bis Sonntagnachmittag gesperrt. Auch London hat am Donnerstagmittag den Flugverkehr eingestellt. Angekündigt wurde das bereits am Donnerstagmorgen.

Man kann daher davon ausgehen, dass die Top-Manager, die sich zu der Vertragsunterzeichnung bei dem Notar einfinden müssen, nicht anreisen konnten. Solange der Vertrag aber nicht unterzeichnet ist, kann man nichts öffentlich verkünden. Möglicherweise ist daher der 15.4.2010 dem Vulkanausbruch zum Opfer gefallen.