Interessenausgleich zur Umorganisation bei BSO CBC in Berlin

19.04.2010 von Christine Rosenboom

Wie berichtet plante NSN bei BSO CBC und SOM TS in Berlin eine Umorganisation, die zum 1.5.2010 umgesetzt werden sollte. Auf der Homepage des Berliner Betriebsrats wurde nun der Abschluss eines Interessenausgleichs, in Form einer Protokollnotiz „zur Vorstellung der Umorganisation bei BSO CBC und SOM TS am Standort Berlin beim Betriebsrat Berlin SD am 25.03.2010“ bekannt gegeben.

Ziel und Zweck der Umorganisation ist „die Einführung von Business Solutions vom 1.01.2010 umzusetzen“. Damit soll NSN als Solution Provider etabliert werden. Diese Umorganisation „ist eingebettet in eine konzeptionelle Änderung der Arbeitsweise von NSN.

Weiter heißt es: „Management und Betriebsrat sind sich einig, dass die Motivation der Mitarbeiter ein entscheidender Bestandteil für den Erfolg des Geschäftes sowie der Umstrukturierung ist und wollen mit dieser Vereinbarung die Einbindung der Mitarbeiter stärken.

In der Vereinbarung wird betont, dass die Umorganisation keinen Bezug zur Kurzarbeit habe.

Anm.: Darf sie ja auch nicht, sonst wäre es ja eine strukturelle Kurzarbeit und keine konjunkturelle.

Das Ende einer Produktlinie führt nicht zum Abbau der betroffenen Mitarbeiter. Stattdessen werden die Mitarbeiter nach und nach in Abteilungen anderer oder neuer Produkte am Standort Berlin überführt.“, liest man weiter. Demotions, Abgruppierungen, Einkommen und Jobgradereduzierungen noch Änderungen der Arbeitszeitmodelle sollen im Rahmen der Umorganisation nicht stattfinden.

Den Mitarbeitern werden weiterhin fachlich adäquate Arbeiten zugewiesen. Dabei werden die Wünsche der Mitarbeiter gehört und diese sowie ihre persönlichen Kompetenzen nach Möglichkeit berücksichtigt.

Anm.: Das hat man den RA-Härtefällen in München in ihrem Interessenausgleich vor Monaten auch versprochen. Geschehen ist bis heute nichts, im Gegenteil, sie sollen in Kurzarbeit Null gehen.

In Folge dieser Umorganisation zum 1.4.2010 wird es keinen Abbau von Mitarbeitern in dem unter Punkt 2. erläuterten Geltungsbereich geben.

Anm.: Diese Formulierung schließt jedoch nicht aus, dass es aufgrund anderer Arbeitgeberentscheidungen zu einem Personalabbau auch in diesen Bereichen kommen kann.