Ex-Siemens-Chef Griechenland zahlt Schadensersatz

08.05.2010 von Christine Rosenboom

Michael Christoforakos, der frühere Chef von Siemens Griechenland, erklärte sich im Rahmen einer umfangreichen außergerichtlichen Einigung bereit, 1,2 Mio. Euro Schadensersatz an Siemens zu zahlen, berichtete der Spiegel.

Christoforakos hatte bei seiner Vernehmung durch die Münchner Staatsanwaltschaft Schmiergeldzahlungen in Griechenland gestanden. Durch mehrfache Verfassungsbeschwerden konnte Christoforakos seine Auslieferung an Griechenland verhindern. Dort hätten ihm empfindliche Sanktionen gedroht.

In einem Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Beihilfe zur Untreue wurde Christoforakos am 3.3.2010 zu einer Freiheitsstrafe von zehn Monaten auf Bewährung verurteilt. Ein zweites Strafverfahren gegen den 57-jährigen wegen des Vorwurfs der Bestechung von Amtsträgern in Griechenland wurde gegen Zahlung von 350.000 Euro ebenfalls am 3.3.2010 eingestellt.