NSN rechnet mit schwierigem Halbjahr in Südeuropa

23.05.2010 von Inken Wanzek

Wegen der Schuldenkrise vor allem den südlichen Ländern erwartet Nokia Siemens Networks Stornierungen von Aufträgen. Die Schuldenkrise und das dadurch gesenkte Länderrating führt zu höheren Risikoaufschlägen, die die Finanzierungen von Geschäften verteuern.

“Wegen der staatlichen Sparprogramme in Griechenland und den anderen Ländern rechnen wir dort mit Stornierungen und Verschiebungen einiger Aufträge”, sagte NSN-Manager Hermann Rodler der Wirtschaftszeitung “Euro am Sonntag” (EamS) laut Vorabbericht am Freitag. Der wesentliche Grund dafür seien die Refinanzierungskosten der Projekte von Kunden mit staatlicher Beteiligung.

In der Region Westeuropa ziehe das Geschäft des Telekomausrüsters allerdings weiter an. “Hier sind der Auftragseingang und die Umsatzentwicklung im laufenden Quartal besser als erwartet”, sagte Rodler, der für die Region zuständig ist. Für das laufende Quartal peile NSN insgesamt 3,1 Mrd bis 3,4 Mrd EUR (Q1 2010: 2,7 Mrd EUR) Umsatz an.

NSN plant im laufenden Quartal eine operative Marge zwischen 0% und 3% schaffen.