NSN: Kurzarbeit

25.05.2010 von Inken Wanzek

Berlin

Nach dem Willen der Bereichsleitung in Berlin soll die Kurzarbeit im Bereich BSO CBC RD umgestellt werden. Die Einsparungsziele müssen aber erhalten bleiben. Dieses Konzept stellte die Betriebsleitung dem Betriebsrat vor kurzem vor:

Bei CBC RD soll in Zukunft kein Mitarbeiter mehr in Kurzarbeit Null sein. Geplant ist, die Abteilungen mit wenig Arbeit zu identifizieren und diese dann komplett in Kurzarbeit zu schicken, d.h. bei RD nimmt man Abstand von dem unglückseligen und demotivierenden Fingerpointing, was zudem die Mitarbeiter aus den Projekten reißt und eine spätere Einarbeitungsphase erforderlich macht.

Die betroffenen Mitarbeiter werden dann an drei Tagen arbeiten und an zwei Tagen in Kurzarbeit gehen. Dies sind allerdings keine harten Vorgaben, sondern der Anteil an Kurzarbeit richtet sich nach dem Arbeitsanfall. Damit wird die Einsparlast in den betroffenen Abteilungen gerechterweise auf allen Schultern gleichmäßig verteilt. RD geht also hier mit gutem Beispiel voran.

München

In München dreht sich das Kurzarbeit-Karussell weiter.

Zurzeit befinden sich 99 Mitarbeiter in Kurzarbeit 50 und 188 in Kurzarbeit Null. Geplant ist weitere 336 Mitarbeiter in Kurzarbeit 50 und 218 in Kurzarbeit Null zu schicken. Von den 218 Mitarbeitern für Kurzarbeit 50 sind der größte Teil (210 Mitarbeiter) zurzeit noch nicht ausgewählt.

Leider ist man in München noch nicht so fortschrittlich wie bei CBC RD. Kurzarbeit 50 bedeutet, dass die Mitarbeiter bis zum 30.09.2010 ganztägig zu Hause bleiben müssen. Die Mitarbeiter haben also keine halbe Wochenarbeitszeit. Die Kurzarbeit Null dauert nach derzeitigem Stand bis 31.03.2011.

In München wie auch in den anderen in Berlin von Kurzarbeit betroffenen Bereichen beharrt man weiter auf Fingerpointing und nimmt in Kauf, dass die Mitarbeiter, nach Ende der Kurzarbeit wieder eingearbeitet werden müssen, um auf den neusten Stand zu kommen. Ob das produktiv ist, darf gefragt werden.